Gefälschte Rolex vs. echte Rolex — Erkennen Sie den Unterschied?
Jemand verkauft Ihnen eine Rolex. Vielleicht online, vielleicht persönlich. Sie sehen sie sich an — das Zifferblatt ist sauber, das Gewicht fühlt sich richtig an, die Krone schraubt sich fest zu. Alles scheint zu stimmen.
Oder doch nicht?
Ich habe Jahre damit verbracht, diese Uhren nebeneinander zu betrachten — echt und Replica, unter Vergrößerung, am Handgelenk, auf der Werkbank. Und ich sage Ihnen etwas, das die meisten Guides verschweigen: Die Grenze zwischen echt und gefälscht ist unglaublich dünn geworden. 3D-Druck, CNC-Bearbeitung und geklonte Uhrwerke haben alles verändert.
Ein paar Dinge, bevor wir Modell für Modell durchgehen:
- Nicht jede Replica ist leicht zu erkennen. Die billigen mit falsch geschriebenen Zifferblättern und Quarzwerken erkennt man in zwei Sekunden. Aber ein Super Clone mit 904L-Stahl, Keramiklünette und geklontem Kaliberwerk? Selbst erfahrene Händler sind schon darauf hereingefallen.
- Jedes Modell hat seine eigenen Schwachstellen. Eine Prüfung, die bei einer Day-Date entscheidend ist (Gewicht, Goldreinheit), ist bei einer Stahl-Submariner irrelevant. Deshalb greift der generische Ansatz “6 Dinge, auf die man achten soll” zu kurz.
- Ich werde auf dieser Seite direkt mit Ihnen sein. Kein Drumherumreden, kein Marketing-Sprech. Nur die Prüfpunkte, Modell für Modell — genau so, wie Sie der Situation in der Praxis begegnen würden.
Los geht's.
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Bevor wir auf modellspezifische Details eingehen: Diese drei Prüfungen gelten für jede Rolex, unabhängig vom Modell.
Gewicht — Das Erste, was Ihnen auffällt
Nehmen Sie die Uhr in die Hand. Eine echte Rolex fühlt sich dicht an — das ist der 904L-Oystersteel (oder Edelmetall, je nach Modell). Budget-Replicas mit leichterem 316L-Stahl oder Hohlgliedern fühlen sich spürbar leichter an. Eine echte Stahl-Submariner wiegt rund 155 Gramm. Eine echte Gold-Day-Date kann über 200 Gramm wiegen.
Hochwertige Super Clones haben diesen Abstand deutlich verringert — viele verwenden inzwischen 904L-Stahl und Massivglieder und kommen dem Originalgewicht auf wenige Gramm nahe. Bei Gold- und Bicolor-Modellen wird das Gewicht aber aus einem anderen Grund entscheidend (mehr dazu in den Sektionen Datejust und Day-Date).
Das Uhrwerk — Dort liegt die Wahrheit
Wenn Sie nur eine Sache prüfen können, prüfen Sie das Uhrwerk. Alles andere — Zifferblatt, Lünette, Armband — lässt sich visuell fast perfekt replizieren. Aber öffnen Sie den Gehäuseboden, und die Wahrheit liegt direkt vor Ihnen.
Echte Rolex-Uhrwerke (Kaliber 3235, 3285, 4130 und andere) zeigen präzisen Kreisschliff, polierte Fasen an jeder Brücke und eine freitragende Unruh mit Parachrom-Bleu-Spirale. Selbst die besten geklonten Werke erreichen nicht die Verarbeitungstiefe. Die Fasen sind weniger fein. Der Schliff ist flacher.
Wichtig: Das Öffnen eines Gehäusebodens erfordert Spezialwerkzeug und sollte von jemandem durchgeführt werden, der sich damit auskennt. Aber genau hier liegt die Wahrheit — immer.
Krone, Zifferblatt-Text & Rehaut
Fünf schnelle visuelle Prüfungen, die Sie ohne Werkzeug durchführen können:
- Zifferblatt-Text — Betrachten Sie “Superlative Chronometer Officially Certified” bei der 6-Uhr-Position. Bei einer echten Rolex ist jeder Buchstabe rasiermesserscharf. Bei vielen Replicas zeigen die Ränder leichtes Verlaufen, besonders bei dünnen Texten wie “Oyster Perpetual”.
- Rehaut-Gravur — Seit 2007 tragen alle Rolex-Modelle (außer Cellini) die lasergravierte Inschrift “ROLEXROLEXROLEX” auf dem inneren Lünettenring. Bei echten Uhren ist die Gravur perfekt gleichmäßig. Replicas zeigen oft ungleichmäßige Abstände oder flachen Druck.
- Kronenlogo — Die Rolex-Krone (Coronet) hat exakte Proportionen. Bei vielen Replicas ist sie leicht zu breit oder zu schmal. Auf den ersten Blick sieht sie korrekt aus, aber im direkten Vergleich mit einem Foto des Originals fällt der Unterschied auf.
- Lasergeätzte Krone auf dem Glas — Seit 2002 ätzt Rolex eine winzige Krone bei der 6-Uhr-Position in das Glas. Sie besteht aus rund 100 winzigen Punkten und ist mit bloßem Auge kaum sichtbar. Hier kommt das Kontraintuitive: Wenn Sie sie auf Fotos deutlich erkennen können, ist das ein Warnsignal. Bei einer echten Rolex ist sie extrem dezent. Viele Replicas machen sie zu gut sichtbar.
- Gehäuseboden — Echte Rolex-Uhren (mit sehr seltenen Ausnahmen in der Cellini-Linie) haben einen glatten, unmarkierten Gehäuseboden. Kein Sichtfenster, keine Gravuren, keine Logos auf der Rückseite. Wenn Sie durch den Boden sehen können oder dekorative Gravuren finden, handelt es sich fast sicher nicht um eine echte Rolex.
Kurzübersicht — Was bei welchem Modell prüfen
Nicht jeder muss die komplette Analyse lesen. Wenn Sie wissen, welches Modell vor Ihnen liegt, hier Ihr Spickzettel — die Prioritätsprüfungen für jedes Modell, in der richtigen Reihenfolge.
| Jemand verkauft Ihnen eine… | Zuerst prüfen | Dann verifizieren |
|---|---|---|
| Datejust (Stahl) | Zyklop-Vergrößerung (2,5×), Zifferblatt-Textschärfe, Endglieder-Passform | Uhrwerk — Kaliber 3235 |
| Datejust (Gold / Bicolor) | Zuerst das Gewicht → Goldpunze (750-Stempel) | Goldreinheitstest (Säure oder RFA) → Uhrwerk |
| Submariner | Lünettenfüllung (Platinschimmer vs. flacher Lack), Leuchtfarbe (blau vs. grün) | Lünettenaktion (120 Klicks) → Uhrwerk — Kaliber 3235 |
| GMT-Master II | GMT-Funktionstest (bewegt sich der GMT-Zeiger unabhängig?), Lünettenfarb-Übergang | Kronenpositionen (4 verschiedene) → Uhrwerk — Kaliber 3285 |
| Daytona | Chronographen-Startgeräusch (auf das Klicken achten), Totalisator-Funktion (alle 3 aktiv) | Drücker-Feeling → Uhrwerk — Kaliber 4130 |
| Day-Date | Zuerst das Gewicht (200g+ bei Gold), Goldpunze (750 oder 950) | Goldreinheitstest (Säure oder RFA) → Uhrwerk — Kaliber 3255 |
Sie wollen die vollständige Analyse? Lesen Sie weiter — jedes Modell bekommt seine eigene Sektion.
Jemand verkauft Ihnen eine Datejust — Das sollten Sie prüfen
Also gut, fangen wir an. Jemand verkauft Ihnen eine Datejust.
Die Datejust ist der Ursprung der Rolex-Identität — 1945 vorgestellt als erste Automatikuhr mit Datumsanzeige und der heute ikonischen Zykloplupe. Sie ist nach wie vor eines der meistverkauften Rolex-Modelle und — wenig überraschend — eines der am häufigsten gefälschten.
Darauf kommt es an.
- Zyklop-Vergrößerung — Original exakt 2,5×, viele Replicas nur 1,5–2×
- Zifferblatt-Druckschärfe — “Superlative Chronometer”-Text unter Vergrößerung prüfen
- Endglieder-Passform — null Spalt beim Original, haarfeine Spalten bei Replicas
- Bei Gold oder Bicolor — zuerst das Gewicht prüfen (siehe unten)
Stahl-Datejust
Bei einer Stahl-Datejust (Referenz 126234 oder 126200) sind Ihre Hauptprüfungen visueller Natur.
Zykloplupe: Die Vergrößerung ist Ihr schnellstes Erkennungszeichen. Die echte Rolex-Zykloplupe vergrößert das Datum exakt 2,5-fach — das Datum füllt nahezu das gesamte Fenster und ist perfekt zentriert. Replicas landen oft bei 1,5- bis 2-facher Vergrößerung, wodurch das Datum kleiner im Fenster erscheint. Hochwertige Super Clones haben sich hier verbessert, aber viele fallen nach wie vor hinter dem Original zurück.
Antireflexbeschichtung: Seit 2005 bringt Rolex eine AR-Beschichtung auf der Unterseite des Glases an. Das echte Glas erscheint aus einem Winkel betrachtet nahezu unsichtbar — das Zifferblatt ist klar und lesbar. Replicas zeigen manchmal sichtbare Reflexionen oder einen leichten Lilastich durch minderwertige Beschichtung.
Armband (Jubilee oder Oyster): Fahren Sie mit dem Finger über die Glieder. Ein echtes Rolex-Armband fühlt sich seidenglatt an — jede Kante ist verarbeitet. Replicas können leicht raue oder scharfe Kanten aufweisen. Prüfen Sie auch die Endglieder, dort wo das Armband auf das Gehäuse trifft: Bei einer echten Rolex sitzen diese absolut bündig ohne Spalte. Selbst minimales Spiel ist ein Warnsignal.
Bicolor- oder Vollgold-Datejust — Zuerst das Gewicht prüfen
Hier ändern sich die Spielregeln. Wenn Ihnen jemand eine Bicolor- oder Vollgold-Datejust verkauft, ist Ihr allererster Schritt ein anderer als bei Stahl: Prüfen Sie das Gewicht.
Der Grund: Super Clones in diesem Segment verwenden hochwertige Basismetalle, die sich dem Original ähnlich anfühlen — Dichte und Haptik sind nah dran. Aber das Gold ist nicht echt. Sie plattieren oder beschichten das Metall, um wie Gold auszusehen, ob als Bicolor-Kombination oder als Vollgold-Gehäuse und -Armband.
Sie nehmen die Uhr also in die Hand, und das Gewicht fühlt sich richtig an. Das ist Absicht — das Basismetall wird gezielt ausgewählt, um das Gewicht von Edelmetall zu imitieren. Aber echtes 18-Karat-Gold und goldplattierter Stahl sind grundlegend verschiedene Materialien.
So gehen Sie vor:
- Präzise wiegen — verwenden Sie eine Juwelier-Waage. Eine echte Vollgold-Datejust 36 mm wiegt deutlich mehr als ein Stahlmodell. Vergleichen Sie den Wert mit den von Rolex veröffentlichten Spezifikationen.
- Goldpunzen prüfen — Echte Rolex-Edelmetalluhren tragen einen Reinheitsstempel (750 für 18 Karat).
- Das Gold selbst testen — Säuretest oder RFA-Test (Röntgenfluoreszenzanalyse) bestätigen, ob es sich um echtes 18-Karat-Gold oder eine Plattierung handelt. Ein Juwelier kann das in wenigen Minuten durchführen.
Es gibt auch Replica-Goldarmbänder auf dem Markt, die das Gewicht sehr genau treffen — sie verwenden schwere Legierungen unter der Plattierung. Selbst wenn die Waage stimmt: Der Goldreinheitstest ist Ihre Bestätigung.
Nach der Gewichtsprüfung fahren Sie mit den Standard-Sichtprüfungen fort — Zykloplupe, Zifferblatt-Text, Armband-Verarbeitung. Aber Gewicht und Goldverifikation kommen bei jedem Edelmetallmodell zuerst.
Das Uhrwerk — Ist es noch das Original?
Das gilt für alle Datejust-Varianten, und es ist wichtig genug, um es hier gesondert hervorzuheben (wir behandeln das Thema ausführlich in der Werkstausch-Sektion weiter unten).
Eine Datejust sollte ein Kaliber 3235 (aktuelle Generation) oder 3135 (Vorgänger) beherbergen. Wenn Sie den Gehäuseboden öffnen lassen können, betrachten Sie das Werk. Ist es das richtige Kaliber? Stimmt es mit dem überein, was in dieser Referenznummer verbaut sein sollte?
Werkstausch kommt häufiger vor als Sie denken — besonders bei beliebten Modellen, bei denen das echte Werk allein Tausende wert ist. Mehr dazu weiter unten.
Submariner — Die meistgefälschte Uhr der Welt
Es gibt keine Uhr auf der Welt, die häufiger kopiert wird als die Submariner. Seit Rolex sie 1953 als eine der ersten speziell konzipierten Taucheruhren vorstellte, ist sie zum bekanntesten Zeitmesser aller Zeiten geworden. Was sie gleichzeitig zum meistgefälschten macht.
Die aktuelle Referenz 126610LN ist seit 2020 auf dem Markt, und der Replica-Markt hat schnell nachgezogen.
- Keramiklünette — Gravurfüllung prüfen (Platin beim Original, Lack bei Replicas)
- Lünettenaktion — muss an jeder Position präzise einrasten, 120 Klicks für eine volle Umdrehung
- Leuchtfarbe — echtes Chromalight leuchtet blau; viele Replicas leuchten grün
- Endglieder-Passform — null Spalt zwischen Armband und Gehäuse
Lünette, Zifferblatt & Armband
Keramiklünette: Rolex verwendet Cerachrom-Keramik — Ziffern und Markierungen sind bei Stahlmodellen mit Platin gefüllt, aufgebracht durch PVD-Beschichtung. Unter Licht zeigt die echte Platinfüllung einen charakteristischen metallischen Schimmer. Replica-Lünetten verwenden Lack, der flach und matter erscheint. Kippen Sie die Uhr unter einer Lichtquelle und vergleichen Sie.
Lünettenaktion: Die echte Submariner-Lünette hat 120 Klicks pro Umdrehung — jeder Klick ist präzise und gleichmäßig. Budget-Replicas fühlen sich locker oder ungleichmäßig an. Super Clones haben sich hier deutlich verbessert, aber oft bleibt ein leichter Unterschied in der Schärfe jedes einzelnen Klicks.
Zifferblatt: Das Submariner-Zifferblatt ist relativ schlicht — schwarz mit leuchtenden Markierungen. Prüfen Sie die Druckqualität (wie in den Universellen Prüfungen besprochen), die Ausrichtung der Stundenindizes und die Leuchtmasse. Rolex verwendet Chromalight, das blau leuchtet und über 8 Stunden hält. Viele Replicas verwenden Leuchtmasse älterer Generation, die grün leuchtet und schneller verblasst.
Armband: Das Oyster-Armband einer echten Submariner ist ein Meisterwerk der Ingenieurskunst. Prüfen Sie die Endglieder auf bündigen Sitz, den Schließmechanismus (Oysterlock mit Glidelock-Verlängerung) und die Gesamtverarbeitung der Glieder.
Werkprüfung
Die aktuelle Submariner beherbergt das Kaliber 3235 — Rolex' neuestes Uhrwerk mit 70 Stunden Gangreserve. Vorgängermodelle verwendeten das 3135 oder 3130.
Wenn Sie das Werk inspizieren können, achten Sie auf:
- Rotor-Gravur — “ROLEX” mit spezifischer Oberflächenveredelung
- Kreisschliff auf der Hauptplatine — tief und gleichmäßig beim Original, flach bei Klonen
- Freitragende Unruh mit Parachrom-Bleu-Spirale — Replicas verwenden eine regulierte Unruh, die optisch deutlich anders aussieht
Speziell bei der Submariner ist das Uhrwerk oft der zuverlässigste Weg zur Echtheitsprüfung — denn die äußeren Elemente (Lünette, Zifferblatt, Armband) hochwertiger Super Clones sind mittlerweile extrem nah am Original.
GMT-Master II — Funktioniert die GMT-Funktion tatsächlich?
Die originale GMT-Master wurde 1955 für Pan-Am-Piloten entwickelt, um zwei Zeitzonen gleichzeitig verfolgen zu können. Die GMT-Master II entwickelte sich daraus 1982, und heute ist sie die Version, die Ihnen begegnen wird — eines der begehrtesten Rolex-Modelle. Die zweifarbigen Keramiklünetten (“Pepsi”, “Batman”, “Root Beer”) gehören zu den ikonischsten Uhrendesigns der Welt.
Aber hier ist etwas, das die meisten Vergleichsguides völlig übersehen: Nicht alle Replica-GMT-Master-II-Uhren haben tatsächlich eine funktionierende GMT-Funktion.
- GMT-Zeiger-Unabhängigkeit — bewegt sich der GMT-Zeiger (24-Stunden) unabhängig?
- Lünettenfarb-Übergang — Pepsi Rot-Blau oder Batman Blau-Schwarz prüfen
- Lünettengravur — Platinfüllung vs. Lack
- Kronenpositionen — sollte 4 verschiedene Positionen haben (aufgeschraubt, Aufzug, Datum, GMT-Einstellung)
Visuelle Prüfungen
Lünettenfarben: Bei der “Pepsi” (Rot-Blau) ist der Übergang zwischen den Farben beim Original präzise und gleichmäßig. Bei Replicas kann das Rot zu orange tendieren, das Blau zu dunkel sein, oder der Übergangspunkt kann sich verschieben. Die “Batman” (Blau-Schwarz) hat einen subtileren Übergang, der tatsächlich schwieriger exakt zu replizieren ist.
Lünettengravur und -füllung: Gleiches Prinzip wie bei der Submariner — das Original verwendet per PVD aufgebrachtes Platin mit metallischem Schimmer, Replicas verwenden Lack.
24-Stunden-Markierungen: Auf der Lünette sollten das Dreieck bei 24 (oder 12 bei einigen Referenzen) und die Nummerierung perfekt mit den Zifferblatt-Markierungen ausgerichtet sein. Fehlausrichtung ist bei Replicas niedrigerer Qualität häufig.
Der GMT-Funktionstest
Das ist die entscheidende Prüfung, die die meisten Guides überspringen.
Bei einer echten GMT-Master II arbeitet der GMT-Zeiger (der mit der Pfeilspitze, der auf die 24-Stunden-Lünette zeigt) unabhängig von den Lokalzeit-Zeigern. Sie stellen ihn ein, indem Sie die Krone in die zweite Position ziehen und drehen — der GMT-Zeiger springt in Ein-Stunden-Schritten, während Stunden- und Minutenzeiger stehen bleiben.
Bei vielen Replica-GMT-Master-II-Uhren bewegt sich der GMT-Zeiger nicht unabhängig. Er ist mit dem Stundenzeiger verbunden und dreht sich einfach mit derselben Geschwindigkeit. Es sieht korrekt aus, wenn die Uhr läuft — Sie sehen einen Zeiger, der auf die 24-Stunden-Lünette zeigt. Aber versuchen Sie, ihn separat einzustellen, und nichts passiert, oder das gesamte Zeigerwerk bewegt sich.
So testen Sie:
- Krone aufschrauben
- In die zweite Position ziehen (erster Klick)
- Krone drehen — nur der GMT-Zeiger sollte sich in Ein-Stunden-Sprüngen bewegen
- Stunden- und Minutenzeiger sollten stillstehen
Wenn der GMT-Zeiger nicht unabhängig eingestellt werden kann, repliziert das verbaute Uhrwerk die Funktion des echten Kalibers 3285 (oder des älteren 3186) nicht korrekt. Das ist ein eindeutiges Erkennungszeichen — und eines, das Sie prüfen können, ohne den Gehäuseboden zu öffnen.
Uhrwerk
Die GMT-Master II verwendet das Kaliber 3285 (aktuell) oder 3186 (Vorgänger). Die GMT-Komplikation fügt ein zusätzliches Räderwerk für den unabhängigen GMT-Zeiger hinzu. Bei echten Werken ist dieser Mechanismus präzise — der GMT-Zeiger springt sauber, eine Stunde pro Schritt, ohne Spiel oder Taumeln.
Bei Replica-Werken, die die GMT-Funktion tatsächlich nachbilden, kann der Sprung weniger präzise wirken — leicht unsauber oder mit minimaler Fehlausrichtung. Es funktioniert, aber es fühlt sich nicht gleich an.
Daytona — Hören Sie auf den Chronographen
Die Cosmograph Daytona wurde 1963 vorgestellt, benannt nach dem Daytona International Speedway. Jahrzehntelang war sie ein relativ nischiger Rennchronograph. Dann kam Paul Newman, und heute ist sie wohl die meistgehypte Uhr der Welt, mit Wartelisten, die in Jahren gemessen werden.
Die Daytona bringt etwas in die Echtheitsprüfung ein, das kein anderes Rolex-Modell bietet: Klang.
- Chronographen-Start — den oberen Drücker betätigen und auf das Startgeräusch achten
- Totalisator-Funktion — alle drei Totalisatoren müssen arbeiten (laufende Sekunde, Chrono-Minuten, Chrono-Stunden)
- Lünettengravur — Tachymeterskala muss scharf und tief sein
- Gewicht — die Stahl-Daytona 116500LN fühlt sich mit ca. 141 Gramm solide an
Visuelle Prüfungen
Tachymeter-Lünette: Die Keramiklünette der Daytona ist mit einer Tachymeterskala graviert — Zahlen von 60 bis 400 (oder “UNITS PER HOUR” bei manchen Referenzen). Beim Original ist die Gravur gefüllt und perfekt lesbar. Bei Replicas kann sie zu flach, zu tief oder ungleichmäßig gefüllt sein.
Totalisatoren: Die Daytona hat drei Totalisatoren — laufende Sekunde bei 6 Uhr, Chronographen-Minuten bei 3 Uhr und Chronographen-Stunden bei 9 Uhr. Alle drei müssen funktionieren. Bei manchen Budget-Replicas sind die Totalisatoren rein dekorativ — sie messen nichts. Bei hochwertigen Replicas funktionieren sie, aber der Lauf des Chrono-Sekundenzeigers kann sich unterscheiden (sanfter Lauf vs. leichtes Stottern).
Drücker: Die Daytona-Drücker (bei 2 Uhr und 4 Uhr) haben beim Original einen spezifischen Widerstand und Federweg. Sie sollten sich fest, präzise anfühlen und sauber in die Ausgangsposition zurückkehren. Replicas fühlen sich manchmal schwammig an oder haben inkonsistentes Feedback.
Chronographen-Funktion + das Startgeräusch
Das ist die Daytona-spezifische Prüfung, auf die ich immer wieder zurückkomme.
Wenn Sie den oberen Drücker betätigen, um den Chronographen einer echten Daytona zu starten, gibt es ein charakteristisches Klicken — ein scharfes, mechanisches Geräusch, wenn die Chronographen-Kupplung einrastet. Es ist der Klang eines Schaltrad-Chronographen-Mechanismus, der in Aktion tritt. Das Kaliber 4130 von Rolex verwendet eine vertikale Kupplung und ein Schaltrad, was ihm dieses typisch präzise Einrasten verleiht.
Bei vielen Replica-Daytonas, selbst guten, ist dieses Geräusch anders. Es kann leiser, dumpfer sein, oder ein leichtes metallisches Klingen anstelle eines sauberen Klickens aufweisen. Die interne Architektur ist eine andere — Replicas, die ein modifiziertes asiatisches Chronographen-Werk verwenden, bilden den Schaltrad-Mechanismus nicht exakt nach.
So testen Sie:
- Stellen Sie sicher, dass der Chronograph gestoppt ist (Chrono-Sekundenzeiger auf 12)
- Betätigen Sie den oberen Drücker (2 Uhr)
- Hören Sie hin — Sie sollten ein sauberes, scharfes Klicken hören
- Der Chrono-Sekundenzeiger sollte beginnen, sich gleichmäßig zu bewegen
Das ist allein kein hundertprozentig definitiver Test — einige hochwertige Super Clones kommen nah heran. Aber in Kombination mit den anderen Prüfungen erhöht es die Sicherheit.
Uhrwerk — Kaliber 4130
Das Kaliber 4130 ist Rolex' hauseigenes Chronographen-Uhrwerk, eingeführt im Jahr 2000. Es ersetzte das auf dem Zenith El Primero basierende Kaliber 4030 und fällt durch seine relative Einfachheit auf — weniger Teile als die meisten Chronographen-Werke, was es zuverlässiger macht.
Unter der Lupe:
- Schaltrad — beim Öffnen des Gehäusebodens sichtbar, eine sternförmige Komponente, die das Einrasten des Chronographen steuert
- Vertikale Kupplung — ermöglicht sofortigen Chrono-Start ohne Zeigerstottern
- Parachrom-Spirale — blaue Farbe, paramagnetisch
- Verarbeitung — gleiche Standards wie andere Rolex-Kaliber (Kreisschliff, polierte Fasen)
Klone des Kalibers 4130 existieren und haben sich deutlich verbessert. Aber die Verarbeitungsunterschiede bleiben bestehen, besonders rund um das Schaltrad und an den Fasen der Chronographen-Brücke.
Day-Date — Reines Edelmetall, reine Kontrolle
Die Day-Date, 1956 vorgestellt, nimmt eine einzigartige Position ein: Sie ist das einzige Rolex-Modell, das ausschließlich in Edelmetall erhältlich ist — 18 Karat Gelbgold, Weißgold, Everose (Roségold) oder 950 Platin. Es gibt keine Stahlversion. Das macht sie zur schwersten und wertvollsten Standard-Rolex — und die Echtheitsprüfung beginnt hier anders.
- Gewicht — deutlich schwerer als jede Stahl-Rolex; präzise wiegen
- Goldpunzen — 750-Stempel für 18 Karat, 950 für Platin
- Tagesrad — sollte den vollen Wochentag anzeigen
- President-Armband — halbrunde dreiteilige Glieder, sollten sich massiv und dicht anfühlen
Das Gewicht entscheidet
Ich kann das nicht genug betonen: Bei einer Day-Date ist das Gewicht Ihre erste und wichtigste Prüfung.
Eine echte 18-Karat-Gelbgold-Day-Date 40 (Referenz 228238) wiegt circa 200+ Gramm. Dieses Gewicht kommt von massivem Gold — nicht plattiert, nicht gefüllt, nicht beschichtet. Das Gehäuse, das Armband, die Schließe — alles 18-Karat-Gold.
Replica-Day-Dates stehen vor einem fundamentalen Problem: Gold ist teuer. Ein Super Clone kann die Optik fast perfekt treffen — die Farbe, die Verarbeitung, die Proportionen. Aber echtes 18-Karat-Gold für die gesamte Uhr zu verwenden, würde die Replica Tausende kosten. Also verwenden sie goldplattierte Basismetalle.
Einige hochwertige Replicas verwenden schwere Legierungen unter der Plattierung, um das Gewicht anzunähern. Sie können nah herankommen — nah genug, um sich im allgemeinen Sinne “schwer” anzufühlen. Aber ein präziser Waagenwert im Vergleich mit den veröffentlichten Rolex-Spezifikationen offenbart den Unterschied.
So gehen Sie vor:
- Uhr auf einer Juwelier-Waage wiegen (grammgenau)
- Mit der veröffentlichten Spezifikation für genau diese Referenz vergleichen
- Weicht das Gewicht um mehr als wenige Gramm ab, weiter untersuchen
Goldprüfung
Selbst wenn das Gewicht stimmt, müssen Sie das Gold selbst verifizieren.
Warum? Weil es Replica-Armbänder und -Gehäuse gibt, die schwere Legierungen mit einer Goldschicht verwenden. Das Gewicht kann dem Original ähneln, aber das Material ist kein 18-Karat-Gold.
So verifizieren Sie:
- Punzen — Echte Rolex-Edelmetalluhren tragen den Stempel “750” (für 18 Karat / 75 % Goldgehalt) im Gehäuse und an der Schließe. Die Prägung sollte scharf und typisch für Rolex sein.
- Säuretest — Ein Juwelier kann Salpetersäure auf eine kleine, unauffällige Stelle auftragen. 18-Karat-Gold zeigt keine Reaktion. Plattiertes Metall reagiert, sobald die Säure das Basismetall erreicht.
- RFA-Test — Die zuverlässigste Methode. Ein Röntgenfluoreszenz-Analysegerät misst die exakte Metallzusammensetzung, ohne die Uhr zu beschädigen. Jeder seriöse Juwelier oder Pfandleiher hat eines.
Bei Platin-Day-Dates (Referenz 228206) ist die Prüfung ähnlich — Platin ist extrem dicht (21,45 g/cm³ vs. Gold mit 19,3 g/cm³) und trägt einen “950”-Stempel. Keine Replica hat die Platindichte zu einem erschwinglichen Preis erfolgreich nachgebildet.
Uhrwerk
Die Day-Date 40 beherbergt das Kaliber 3255 — ähnlich dem 3235 in der Datejust, aber mit der zusätzlichen Wochentags-Komplikation. Das Tagesrad zeigt den vollen Wochentag an (MONTAG, DIENSTAG usw.) in einer von 26 verfügbaren Sprachen.
Prüfen Sie, ob der Tageswechsel um Mitternacht sauber erfolgt — bei einer echten Rolex wechselt der Tag schlagartig. Bei manchen Replicas ist der Übergang träge, wobei sich das Tagesrad über mehrere Minuten sichtbar weiterdreht statt zu springen.
Das Datum sollte ebenfalls um Mitternacht springen, nicht allmählich wechseln.
Der Werkstausch — Der Fall, über den niemand spricht
Ich habe dieses Thema für eine eigene Sektion aufgehoben, weil es ein Szenario ist, das die meisten Guides komplett ignorieren — und es wird immer häufiger.
Die Situation: Sie betrachten eine Uhr, die jede äußere Prüfung besteht. Die Krone stimmt. Der Zifferblatt-Druck ist scharf. Das Armband sitzt bündig. Die Lünette sieht korrekt aus. Die Seriennummer passt zur Referenz. Alles schreit “echt”.
Aber das Uhrwerk wurde getauscht.
Warum passiert das? Weil ein echtes Rolex-Uhrwerk — besonders ein Kaliber 4130 (Daytona) oder 3285 (GMT-Master II) — allein Tausende Euro wert ist. Uhrmacher und Händler wissen das. Manche kaufen echte Rolex-Uhren, entnehmen das Originalwerk, ersetzen es durch ein geklontes Replica-Werk und verkaufen die Uhr als “echt”. Das Originalwerk verkaufen sie separat mit erheblichem Gewinn.
Die äußeren Teile sind weiterhin echt. Gehäuse, Armband, Zifferblatt, Lünette — alles authentische Rolex. Nur das Herz wurde ausgetauscht.
So schützen Sie sich:
- Fordern Sie immer eine Werk-Inspektion an, wenn Sie bei einem nicht-autorisierten Händler kaufen. Ein Uhrmacher öffnet den Gehäuseboden und identifiziert das Werk visuell.
- Prüfen Sie die Werk-Seriennummer — Rolex-Werke sind serialisiert. Ein Uhrmacher kann die Werk-Seriennummer mit Rolex' Aufzeichnungen abgleichen (das erfordert allerdings eine Einsendung an Rolex oder ein autorisiertes Servicezentrum).
- Vergleichen Sie das Werk mit bekannten Referenzen — wenn Sie eine Submariner 126610LN kaufen, sollte ein Kaliber 3235 verbaut sein. Wenn Sie etwas anderes darin finden, stimmt etwas nicht.
- Kaufen Sie von Quellen, die Werk-Fotos bereitstellen — seriöse Verkäufer (ob von echten oder Replica-Uhren), die das Uhrwerk fotografieren, sind transparenter.
Das ist die letzte Stufe der Verifizierung — und diejenige, die die raffiniertesten Täuschungen aufdeckt. Das äußere Erscheinungsbild kann perfekt sein. Das Uhrwerk sagt die Wahrheit.
Was die Experten sagen — Videovergleiche
Ich habe Ihnen die Prüfpunkte erklärt, aber sie auf Video zu sehen ist nochmal etwas anderes. Dies sind die besten verfügbaren Expertenvergleiche — professionelle Uhrmacher mit Original und Replica nebeneinander unter Vergrößerung.
Seite an Seite: Daytona unter dem Mikroskop
Watchfinder & Co. untersuchte das, was sie “die bisher genaueste gefälschte Rolex” nannten — eine Replica-Daytona 116500LN mit echtem 904L-Stahl, originaler Keramik und einem vollständigen Klon des Kalibers 4130.
Watchfinder & Co. vergleicht eine echte Daytona mit einem Super Clone. Schlüsselmomente: Zifferblattdruck (4:30), Keramiklünette (6:00), Werk-Inspektion (8:00).
Auf normale Betrachtungsdistanz ist die Replica nicht zu unterscheiden. Erst unter der Lupe mit der echten Uhr direkt daneben wird der Unterschied erkennbar.
Im Detail: GMT-Master II “Pepsi” Demontage
Der in der Schweiz ausgebildete Uhrmacher von Wristcheck zerlegt sowohl eine echte als auch eine geklonte GMT-Master II “Pepsi”, um sie auf Komponentenebene zu vergleichen — Spirale, Trägheitsgewichte, Mikro-Verarbeitung.
Wristcheck zerlegt eine echte und eine Replica GMT-Master II. Der technisch detaillierteste verfügbare Vergleich — behandelt Uhrwerk, Spirale und NFC-Authentifizierung.
Die Technologie hinter modernen Replicas
Wie wurden Replicas so nah am Original? Watchfinder & Co. erklärt die Rolle von 3D-Druck, CNC-Bearbeitung und Rapid Prototyping in der modernen Uhrmacherei — und wie Replica-Hersteller heute dieselben Technologien einsetzen.
Watchfinder & Co. über die Fertigungstechnologie hinter modernen Super Clones — 3D-Druck, CNC-Bearbeitung und automatisierte Montage.
Weitere Expertenvergleiche: Wristcheck: Real vs Fake Daytona ↗ · Adrian Barker: How To Spot A Fake Rolex ↗
Ihr Ergebnis — Wie scharf ist Ihr Auge?
Sie haben die Details gelesen, die Experten gesehen. Jetzt testen Sie Ihr Auge. Fünf Modelle, fünf Fragen — erkennen Sie jede Replica?
Und jetzt — können Sie erkennen, welche die Replica ist?
Überzeugen Sie sich selbst
Sie kennen jetzt die Prüfpunkte — Modell für Modell, innen und außen. Von der Zykloplupe einer Datejust bis zum Chronographen-Klick einer Daytona, vom GMT-Zeiger-Sprung bis zum Goldgewicht einer Day-Date.
Wir legen dieselbe Sorgfalt in jedes Stück unserer Kollektion. Durchstöbern Sie sie und urteilen Sie mit eigenen Augen.
Oder alle Modelle durchstöbern →
Ein Wort von uns.
Wir verkaufen Replica-Uhren — und wir sind transparent darüber. Was wir nicht wollen, ist, dass jemand unsere Produkte nutzt, um andere in die Irre zu führen, indem er sie als echt ausgibt. Jede Uhr, die wir verkaufen, ist eindeutig eine Replica.
Noch etwas: Wenn Sie eine Uhr mit Box und Garantiekarte bestellen, wird die Seriennummer auf der Karte niemals mit der Seriennummer auf der Uhr übereinstimmen. Das ist beabsichtigt — wir stellen keine übereinstimmenden Dokumente bereit, die dazu genutzt werden könnten, eine Replica als authentisch auszugeben.
Bestellen Sie mit Vertrauen. Was Sie sehen, ist was Sie bekommen.
Häufig gestellte Fragen
Wie erkennt man, ob eine Rolex echt oder gefälscht ist?
Die schnellsten Prüfungen sind: Zyklop-Vergrößerung (exakt 2,5× beim Original), Rehaut-Gravurqualität, Zifferblatt-Textschärfe und Gewicht. Aber jedes Modell hat seine eigenen Merkmale — bei einer GMT-Master II muss die GMT-Funktion getestet werden, bei einer Daytona der Chronograph, und bei Goldmodellen sind Gewicht und Goldreinheit zu prüfen. Für eine definitive Echtheitsprüfung sollte ein Uhrmacher das Werk inspizieren.
Was ist ein Super Clone?
Ein Super Clone verwendet dieselben Materialien wie das Original — 904L-Stahl, Saphirglas, Keramiklünette — und beherbergt anstelle eines generischen Werks eine geklonte Version des originalen Rolex-Kalibers. Super Clones repräsentieren die höchste Qualitätsstufe unter den Replicas und sind am schwierigsten ohne Werkzeug zu unterscheiden.
Kann ein Uhrmacher einen Super Clone von einer echten Rolex unterscheiden?
Ja. Die Werkverarbeitung — Fasentiefe, Kreisschliff-Qualität und die Unruh-Baugruppe (freitragend vs. reguliert) — offenbart die Wahrheit unter professioneller Inspektion. Äußerlich sind die Unterschiede bei hochwertigen Super Clones minimal.
Welches ist das am häufigsten gefälschte Rolex-Modell?
Die Submariner. Sie ist seit Jahrzehnten die meistgefälschte Uhr der Welt. Daytona, Datejust und GMT-Master II folgen dicht dahinter.
Was kostet eine echte Rolex im Vergleich zu einer Replica?
Echte Rolex-Uhren haben Listenpreise ab ca. 5.400 € (Oyster Perpetual) bis über 75.000 € (Edelmetall-Day-Date oder Daytona). Gebrauchtpreise für beliebte Modelle übersteigen häufig den Listenpreis. Hochwertige Super Clones kosten je nach Werk und Materialien typischerweise zwischen 280 € und 920 €.
Gehen gefälschte Rolex-Uhren genau?
Hochwertige Replicas mit Automatikwerk halten die Zeit typischerweise mit einer Abweichung von +/- 10–20 Sekunden pro Tag. Echte Rolex-Uhren sind nach dem Superlative-Chronometer-Standard auf -2/+2 Sekunden pro Tag zertifiziert. Budget-Replicas mit Quarzwerk ticken statt zu gleiten, gehen aber genau.
Was ist das Problem mit dem Werkstausch?
Manche Verkäufer kaufen echte Rolex-Uhren, entnehmen das Originalwerk (das Tausende wert ist), ersetzen es durch ein geklontes Replica-Werk und verkaufen die Uhr als “echt”. Das Äußere ist authentisch — nur das Werk wurde getauscht. Deshalb ist eine Werk-Inspektion beim Gebrauchtkauf entscheidend.
Funktioniert die GMT-Funktion bei Replica-GMT-Master-II-Uhren?
Nicht immer. Bei einer echten GMT-Master II bewegt sich der GMT-Zeiger unabhängig. Bei vielen Replicas ist der GMT-Zeiger mit dem Stundenzeiger verbunden und kann nicht separat eingestellt werden. Das Testen der Kronenpositionen ist eine schnelle Methode, das zu prüfen.
Was sollte man bei einer Gold-Rolex zuerst prüfen?
Das Gewicht. Immer zuerst wiegen. Echte Gold-Rolex-Uhren verwenden massives 18-Karat-Gold — Gehäuse, Armband und Schließe bestehen komplett aus Edelmetall. Replicas verwenden goldplattierte Basismetalle. Eine präzise Gewichtsmessung im Vergleich mit den veröffentlichten Spezifikationen ist die schnellste erste Prüfung, gefolgt von einem Goldreinheitstest (Säure oder RFA).
Ist es legal, eine Replica-Rolex zu kaufen?
Die Gesetzeslage variiert je nach Land. In vielen Rechtsgebieten ist der Kauf einer Replica für den persönlichen Gebrauch keine Straftat, während der Verkauf gefälschter Waren illegal ist. In Deutschland wird der Kauf für den persönlichen Gebrauch in der Regel nicht strafrechtlich verfolgt, aber der Import über den Zoll birgt Risiken — Waren können beschlagnahmt und vernichtet werden. Informieren Sie sich über die geltenden Gesetze in Ihrem Land, bevor Sie einen Kauf tätigen.
Was passiert, wenn der Zoll eine Replica-Uhr beschlagnahmt?
Der Zoll kann die Ware einbehalten und letztlich vernichten. In den meisten Fällen drohen Empfängern bei Mengen für den persönlichen Gebrauch keine strafrechtlichen Konsequenzen, aber die Ware ist verloren. Manche Anbieter bieten Versandmethoden an, die dieses Risiko minimieren, und gewähren Nachversand-Garantien.
Wie hat 3D-Druck Replica-Uhren verändert?
3D-Druck ermöglicht es Replica-Herstellern, echte Komponenten zu scannen und mit extremer Präzision nachzubilden. In Kombination mit CNC-Bearbeitung und automatisierter Montage hat dies den Abstand zwischen Original und Replica drastisch verringert — insbesondere bei äußeren Komponenten wie Gehäusen, Lünetten und Zifferblättern.
